Steinmetz Waldeck - Naturstein- u. Fliesenverarbeitung
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Sanierung Stufenanlage "Rotes Haus in Monschau" (2004)
Das weltberühmte "Rote Haus" in Monschau, das 1752 von dem wohl reichsten Tuchmacher Monschaus als Wohn- und Geschäftshaus erbaut wurde, verfügt über eine massiv gefertigte, mit geschwungenen Stufen ausgestattete Treppe aus Blaustein.

Die einzigartige Lage im schluchtartigen Tal der Rur und das historische Stadtbild machen das Eifelstädchen Monschau zu einer der bedeutensten touristischen Ziele in der Nordeifel. Ein wichtiger Anziehungspunkt ist dabei das "Rote Haus" mit seiner weltberühmten, über drei Etagen freitragend gebauten Wendeltreppe aus Eichenholz, das noch heute den Glanz großbürgerlicher Wohnkultur wiederspiegelt.




Kennzeichnend für den Baustil ist die Fassade mit Fenstereinfassungen und der sich nach unten einladend verbreiternden Treppe aus Blaustein, über die jeder Besucher das Gebäude betritt.



Nicht nur die Treppenanlage, sondern auch das Tragwerk (Unterbau) wies erhebliche Schäden auf. Zur Sanierung wurde die gesamte Anlage aufgenommen, um zunächst das darunter liegende Mauerwerk fachgerecht zu sanieren und dann die ebenfalls sanierte Stufenanlage wieder komplett aufzusetzen.


Sanierte Seitenverkleidung

Ausführung mit Firma Schwartzenberg, Aachen-Sief
Aachener Blaustein
Viele Bau- und Kunstwerke der Region Aachen erhalten ihren unverwechselbarer Charakter durch die Verwendung von Belgisch-Granit- bzw. Aachener Blaustein für Fenstereinfassungen, Türschwellen, Treppenanlagen und Bodenbelägen. Auch Grabeinfassungen, kirchliche Inneneinrichtungen wie Altäre und Taufbecken werden in Blaustein gefertigt.

Die Bezeichnung für den im Karbon oder Devon entstandenen Baustoff stammt vermutlich von den flämischen Steinmetzen, die im 17. Jahrhundert nach dem großen Stadtbrand nach Aachen kamen, und die für diesen Kalkstein die Bezeichnung "Blaustein" (Blaw Stejn) einführten, da er - frisch geschlagen oder poliert - eine blaugraue Färbung aufweist.

Seine charakteristische Struktur erhält der im Karbon entstandene Aachener Blaustein durch eingeschlossenen Fossilien wie Bryozoen, Goniatiten, Hydrozoen, Korallen und Stromatoporen.
Charakteristische inhomogene Struktur des Aachener Blausteins

Abgebaut wurde der Aachener Blaustein in Steinbrüchen südöstlich Aachens, z.B. in Walheim, Breinig und Stolberg.
Wird der Stein lange Zeit der Verwitterung ausgesetzt, verliert er seine ursprüngliche Färbung und wird weißgrau.


Im Gegensatz zu dem im Aachener Raum abgebautem Blaustein, weist der sogenannte Belgisch-Granit, bedingt durch andere fossiliare Einschlüsse, eine feinere, homogenere Struktur auf.
Feinere, homogenere Struktur des Belgisch-Granit

Die Steinbrüche im Aachener Raum sind ausgebeutet; es kann kein hochwertiges Material mehr gewonnen werden. Deshalb werden Treppenanlagen etc. mit Belgisch-Granit saniert.
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